Im Digital der Tränen!

Digitalisierung ist ein großes Wort: Es gibt einen Haufen Schmuh. Und echte Perlen. Die liegen aber nicht so rum. Du musst sie einzeln herauspicken. Deshalb reden wir. Und irgendwann haben wir ein Mikro dazugestellt.

Wir sind Betroffene. Zeitzeugen. Profiteure. Pioniere. Klar, unser Humor stammt noch aus den Neunzehnhundertachtzigern. Aber wir mischen feste mit: Als Unternehmer, Marketing-Expertainer und Perlentaucher.


Wann wird eine freundliche Empfehlung zu Vitamin B? Gehört es dazu, dass andere durch die Empfehlung übervorteilt werden? Oder ist eine private Beziehung etwa ein Indiz?

Jens und Ekkehard versteigen sich zur These, dass Social Media Vitamin B demokratisiert: Immer geht es um die Beziehungen von Menschen, um Gemeinschaft. Erst gibt es einen verbindenden Impuls, dann kommt die Dauer dazu – das schafft Vertrauen.

Diese Connections vermitteln das Gefühl, man hielte einen Hebel für die Zufälle des Lebens in der Hand. Und berechnende Zeitgenossen häufen möglicherweise sogar Gefallen an, damit sie im Gegenzug etwas gut haben – ein Guthaben. Menschlich oder unfair?

Die meisten Leute ziehen das Smartphone raus, sobald sie nichts anderes in der Hand halten. Viele müssen sogar beim Gehen auf dem Gerät herumwischen. Das scheint vordergründig auch nötig – der Abstand zwischen zwei Nachrichten hat sich unglaublich reduziert. Aber: Muss man immer alles in Echtzeit erfahren? Warum tun wir uns das an?

Reaktanz heißt “Blindwiderstand”. Wir gehorchen ihm alle. Und uns sind weder seine Mechanismen noch sein zerstörerisches Wesen bewusst. Geschweige denn, wie er in den Griff zu bekommen wäre.

Damit will Carmen Thomas jetzt aufräumen. Wie gut unserem Gast das gelingt, hört ihr selbst – in einem nicht ganz Reaktanz-freien Podcast mit einer streitbaren Moderatorin, Reporterin und Autorin von 16 Büchern. Ihr Lebenswerk dreht sich um ein Leitmotiv: Wie gehen wir Menschen mit uns selbst und mit anderen um?

Übrigens: Ja, es ist DIE Carmen Thomas, die 1973 als erste Frau eine Sportsendung im deutschen Fernsehen moderierte und den legendären Versprecher “Schalke 05” raushaute. Und es ist kaum zu glauben, aber die Erde drehte sich nahtlos weiter. Danke für diese wunderbare Erkenntnis, liebe Carmen!

Huiuiui: Mehr Tacheles geht nicht. In dieser Folge schüttet Ekkehard sein Herz aus. Biophilie ist die Liebe zum Leben. Auch die Liebe der Menschen zu den Tieren. Aber wir Menschen sind verroht – zahlreiche Beispiele scheinen das zu belegen. Gewohnheit und Bequemlichkeit auf Seiten der Konsument*innen, Profitmaximierung auf Seiten des Fleischmarkts.

Das in Frage zu stellen, führt zu Reaktanz – man will mir etwas wegnehmen und mein persönlicher Vorteil liegt mir näher als die große Wahrheit dahinter. Die kognitive Dissonanz umgehen wir recht billig. Wir bilden willkürlich Kategorien und bewerten die Dinge unterschiedlich. Immerhin, es gibt Licht am Ende vom Tunnel: Sprachliche und dingliche Symbole verändern uns langsam hin zu einer neuen Normalität.

Online-Events sind in der Regel staubtrocken. So, wie Digitalisierung nicht verstanden wird, werden auch Online-Events nicht verstanden: Statt neue, kurzweilige Formate zu entwickeln, die die Stärken der Online-Präsentation nutzen, werden Offline-Formate beinhart eins-zu-eins übertragen. Folienschlachten am Bildschirm statt am Beamer. Nur ohne die Canapés. Das braucht nun wirklich niemand nach neun Stunden vor dem Bildschirm. Die gute Nachricht: Es gibt Licht am Ende vom Tunnel!

Social Media ist wie eine branchenübergreifende Messe, die rund um die Uhr läuft. Auch im Business-Umfeld sind es vor allem die Geschichten von Menschen, die uns berühren – nicht irgendein Unternehmens-Sprech und schon gar kein Sales-Pitch. Es geht darum, Leser und Leserinnen zu berühren. Und es geht um Interaktion.

“Ich mache auf Social Media genau das, was ich auch sonst tue”, sagt Jens. Und wie kommst du zum Selling? Initiales Offering klein schneiden, Hürden runtersetzen, die offensichtlichen Pain Points ansprechen. Aber: “Zu 99 Prozent habe ich einfach nur Bock am Interagieren.” Wie rechnet sich das für den Vertrieb?

Warum reden wir so oft statt zu schweigen? Warum fällt es uns so schwer, mal fünf Sekunden lang nichts zu sagen? “Eloquenz bringt harte Vorteile”, konstatiert Jens. Stimmt, Sprache ist Macht. Aber macht uns das Schweigen an der richtigen Stelle nicht viel mächtiger? So oder so gilt: Wie du sprichst, sagt viel über dich aus. Wie du schweigst, ganz sicher auch.
Jens und Ekkehard spazieren durch den Park von Schloss Nymphenburg. Mehr passiert nicht in dieser Folge – nur ein kleines Schwätzchen mit dem einen oder anderen Gedankenspiel. Zum Beispiel über Ess-Insekten und Hoch-Füchse.

Nach Schätzungen von IBM werden sich in den kommenden fünf Jahren 120 Millionen Beschäftigte weltweit neu erfinden müssen. Die Ursache: KI-basierte Automatisierung – die Bot-Ära. Lars Schatilow ist Associate Partner bei IBM Deutschland und Begründer der Initiative: “Human Friendly Automation”. Es geht ihm und seinem Mitstreiter Hanjo Gergs von der Gesellschaft für empirische Organisationsforschung (GfeO) darum, die Automatisierung pro-aktiv anzugehen, die Betroffenen darauf vorzubereiten und Lösungen zu finden – möglichst schon bevor das Problem sichtbar wird. (Disclaimer: Beide Gäste dieser Folge geben ihre private Meinung wieder und nicht die von IBM oder GfeO).

Dürfen wir Fehler machen? Und dürfen wir denselben Fehler sogar zweimal machen? Jaaaa, heißt es da aus den Führungsetagen, ist doch klar, angstfreier Raum und so. Aber stimmt das wirklich? Jens und Ekkehard tauchen ein in die Welt der Missgeschicke – was ist ein Fehler überhaupt? Wie sehen Fehler heute aus in unserer komplexen, mehrdeutigen Wirklichkeit? Beweisen Fuck-up-Nights unsere Fehlerkultur oder sind sie eher kokette Bekundungen? Wie gehst du persönlich um mit deinen Fehlern und wie wirkt sich das auf deine Umwelt aus? Genieße diese neue Digitacheles-Folge voller persönlicher Be- und Erkenntnisse.
Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl und du hast noch keine Idee, wen du wählen sollst? Dann ab zum Wahl-O-Mat. Sollte man meinen. Laut Spiegel Online wurde er immerhin schon fast 16 Millionen Mal genutzt.

Ein Fall für Jens und Ekkehard: Die beiden diskutieren so gutgelaunt wie kontrovers Aussage für Aussage. Sie stolpern über technische Unzulänglichkeiten, unklare Botschaften und fehlenden Kontext. Das Ergebnis Ihrer Entscheidungen verblüfft sie dann auch ordentlich.
Linkedin ist Treffpunkt mit großer Sause rund um die Uhr, bei Xing ist nix los. Kontaktanfragen von Xing? Sind bäh. Stimmt das wirklich oder ist das wieder nur eine von vielen Wahrnehmungsblasen? Jens und Ekkehard tauschen ihre Erfahrungen mit Xing aus – und versteigen sich sogar zu Verbesserungsvorschlägen.
Josef Hien ist ein sanfter Mensch. Was ihn allerdings nicht davon abhält, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Vor der Bundestagswahl 2021 erteilt der Münchner Liedermacher den Rechten eine Abfuhr. Mit einem Swing, wie könnte es anders sein? Und das macht er nicht allein.

Margot Käßmann und Dragqueen Catherrine Leclery, Miss Allie und Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt, Konstantin Wecker und Max Uthoff treten gemeinsam in seinem neuesten Musikvideo auf. Sie alle und noch weitere Promis zeigen damit, dass sie unter keinen Umständen Rechtspopulisten wählen – zu Josef Hiens Song mit dem einleuchtenden Titel „Vergiss es!“

Ist Leichtigkeit bei diesem Thema angemessen? „Ich möchte mir von Rechtspopulisten meine Fröhlichkeit nicht nehmen lassen!“ sagt Josef Hien dazu. „Es gilt zu jeder Zeit, sich rechten und demokratiefeindlichen Tendenzen klar entgegenzustellen. Aber man darf dabei nie das eigene Niveau verlieren oder in Hass verfallen.“

Der Song wird begleitet von einer Kampagne in den Sozialen Medien, wo sich jeder und jede mit dem Hashtag #vergisses hinter die Botschaft des Projekts stellen kann: keine Stimme für Rechtspopulisten. Mehr zur Kampagne unter http://vergisses.info
Jens liebt seine Zahlen. Er misst so ziemlich alles: Kundenzufriedenheit, Zielerreichung, Marketingaktivitäten, Mitarbeiterzufriedenheit und und und. Ekkehard hegt da so seine Zweifel. Wie sinnvoll ist das überhaupt? Welche dieser Key Performance Indikatoren sind tatsächlich handlungsleitend? Welche sind nur scheinbare Hilfen und dienen eher dem Bedürfnis, wenig Greifbares zu rationalisieren? In dieser Folge von Digitacheles kommen die beiden zu einer nützlichen Erkenntnis über den Umgang mit Kennzahlen.
Firmenbroschüren sind pfui. Sie sind grundsätzlich veraltet. Und sie bedienen in erster Linie das Bedürfnis, jemandem etwas physisch in die Hand zu drücken. Auch die üblichen Unternehmensfolien gewinnen keine Menschen – sie sind die elektronischen Wiedergänger der Broschüren, ein weiteres Beispiel für nicht verstandene Digitalisierung. Wie müssen wir also miteinander kommunizieren, um unser Unternehmen erfolgreich zu präsentieren? Jens und Ekkehard leiten aus ihren Beobachtungen über die letzten Jahrzehnte ihre persönliche Erfolgsformel ab. Und die ist verblüffend einfach. Hört rein, es lohnt sich!
Julian Feinauer ist promovierter Mathematiker und begeisterter Treiber der Digitalisierung. Sein besonderer Fokus gilt dem Mittelstand. Und dort vor allem dem Maschinenbau. Er sieht hier mächtige Tiere, die viel leisten und geleistet haben. Von denen einige sich aber nicht dem nötigen Wandel anpassen.

Na, merkste was? Genau! Wie einst die Dinosaurier. Aus einem Zufall heraus schuf Julian den Digidino als Sinnbild für die Notwendigkeit, sich anzupassen; heute mehr und einschneidender als je zuvor. In diesem Podcast diskutieren Julian, Jens und Ekkehard den Änderungsdruck ebenso wie die großen Hürden. Julian benennt ganz konkret, was der Maschinenbau jetzt tun muss und wie er das pragmatisch hinbekommt.
Welche neuen Bezahlmodelle entstehen gerade? Was sind sinnvolle KPIs? Haben Dienstleister die entscheidenden Kriterien überhaupt in der Hand? Wann ist Revenue Share gerechtfertigt? Wie skalieren Dienstleistungen? Märkte und Methoden wandeln sich. Bepreisung muss neu ausgehandelt werden. Relevant sind Rückkanäle und Messbarkeit: Wie bewerte ich die Wertschöpfung in Euro?
Menschliche Wahrheiten sind oft einfach zu verstehen, aber schwierig zu beherzigen. Wir beherrschen uns nicht. Wir sind komplexe Systeme – wie Organisationen. Wer glaubt, sich im Griff zu haben, der täuscht sich. Grenzen ziehen heißt, auch mal nein sagen zu können; nein sagen heißt oft: raus aus der oberflächlichen Harmonie. Und das passiert extrem selten. Andreas Wolf ist Coach für Führungskräfte. Wenn er vom Wert der Grenze spricht, lohnt es sich, genau hinzuhören. Achtet am besten auf jedes Wort – seine Botschaften haben es in sich!
Jens gibt sein Chef-Büro auf. “Es ist nicht mehr mein Büro”, sagt er mit einen Anflug von Trauer und Stolz. Das müsste doch heute völlig normal sein, oder? Ist es nicht, zeigt die große Resonanz auf dieses Thema. Und auch Jens hat erst auf den zweiten Blick erkannt, dass seine Familienbilder jetzt nicht mehr hineingehören. Die Entwicklung vom Arbeitsplatz zur Begegnungsstätte wird eines Tages als Folge der Corona-Zeit gesehen werden. In etwas abgehobeneren Worten heißt das: “Du gehst dorthin, wo Energie ist.” Aber gibt es die echten Arbeitsplatz-Nomaden? Halten wir nicht alle auch gerne fest an unseren Gewohnheiten und Privilegien?
Friede, Freude, Eierkuchen, wo immer man hinschaut in den Meetings. Ist schlechte Laune überhaupt gesellschaftsfähig? Und was ist mit Ungeduld? Was mit den unsäglichen anderen Kindheitsreaktionen? Kommt schlechte Laune, wenn die Argumente fehlen oder irgend etwas Unbenennbares stört? Ist schlechte Laune etwa die Folge davon, wenn jemand ständig deine Grenze überschreitet? Bist du am Ende selbst Schuld, weil du deine Grenzen gar nicht benannt hast? Jens flüchtet sich in Sarkasmus, Ekkehard zieht sich gleich ganz zurück. Schlechte Laune ist ein modernes Tabu.
Puh, das hat gedauert: Jens und Ekkehard sind zum Podcasten wieder im Büro vereint. Corona hatte ihnen eine gehörige Durststrecke verschafft. Als “übermütig und nostalgisch” beschreiben die beiden ihren Gemütszustand. Und so plauschen sie ganz ungezielt drauflos: Das Home Office hat Gutes und Schlechtes gebracht. Sie sezieren die Aspekte mit Wonne.
VUCA beschreibt die zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen strategischer Führung. Das Akronym steht für Volatility (Unbeständigkeit), Uncertainty (Ungewissheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit). Dasselbe Akronym nutzt eine Strategie, um mit VUCA umzugehen – allerdings mit den Begriffen Vision, Understanding (Verstehen), Clarity (Klarheit) und Agility (Agilität) – eine Art VUCA 2.0.

Jens und Ekkehard fragen sich, ob Corona dem VUCA-Gedanken Nachdruck verliehen hat. Sie stellen fest, dass viele Strukturen in Deutschland auf Status-Erhalt ausgelegt sind. Lieben wir Deutschen das Bewahren so sehr, weil wir uns in unsere Ingenieurskunst eingeigelt haben? Verstehen wir Innovation zu kleinteilig und zu prozesslastig, sodass uns echte Disruption vom Stuhl fegt? Befinden wir uns in einer Schockstarre angesichts der Unicorns aus aller Welt?

Die beiden einigen sich darauf, was VUCA 2.0 für sie bedeutet: Annehmen der Komplexität statt zu jammern, die neuen Möglichkeiten nutzen und hinnehmen, dass es nur temporäre Klarheit gibt; ständig dazulernen und akzeptieren, dass die Rahmenbedingungen sich laufend ändern. In einem Fehlertoleranten Umfeld macht das auch noch richtig Freude!
Wir Menschen lieben es, gefragt zu werden. Wir fragen alle viel zu wenig – und vor allem hören wir viel zu wenig zu. Wie fragst du richtig? Wie schaffst du es, dich selbst komplett zurückzunehmen und dein Gegenüber bestimmen zu lassen, wohin die Reise geht? Wieviel Wahrnehmung hältst du aus, wenn die Wahrheit doch so anders zu sein scheint? Und wie systematisch fragst du nach? Keine Frage, Fragen fragen ist eine Kunst!
“Wir haben zu wenig Demut vor dem, was wir lernen können, und wir sind zu wenig mutig, uns auf das Wissen zuzubewegen”, sagt Gerrit Mauch, Experte für Neues Lernen. Die Digitalisierung fordert ein Umdenken von uns: Herkömmliches Lernen schaltet gleich, ist nicht individualistisch. Wir müssen heute aber die Individualität des Einzelnen in den Fokus stellen.
“Wir sind soziale Wesen, wir wollen Nähe”, postuliert Wolf Ingomar Faecks, CEO der Plan.Net Group mit über 1.000 Mitarbeitenden. Mitten in die Corona-Zeit fällt der jüngste Job-Wechsel des “emotionalen Führers”, wie er sich selbst bezeichnet. Wie geht einer, der von Interaktionen lebt, mit physical distancing um? Oder, wie er es sagt: “Wie bewahrst du den Cosyness-Faktor?”
Hörst du lieber informative Podcasts oder Wohlfühlformate, die Vertrautheit schaffen mit den Sprechenden? Teilen solche Formate den Wirkmechanismus der Film-Serien, die sich die Zeit nehmen, ihre Figuren zu entwickeln? Das ist etwas sehr Verbindendens, sagt Jens. Und das kann auch zwiespältig sein, meint Ekkehard – und präsentiert einen Podcast, den er so schlimm findet, dass er nicht mehr davon loskommt.
Warum tut sich der Freundeskreis so schwer, wenn du sagst, dass du gründen willst? Ist das eine generelle Abneigung der Menschen gegen Änderung? Hat es mit dem existenziellen Charakter einer Gründung zu tun? Sind Gründer aus Unternehmerfamilien erfolgreicher? Oder verbindet erfolgreiche Selbstständige eher eine bestimmte Haltung? Sind es am Ende vielleicht nur eine große Klarheit und der unbedingte Wille, die zum Ziel führen?
Hand aufs Herz: Wie gut kannst du im Sowohl-als-auch denken und Mehrdeutigkeiten zulassen? Hanjo Gergs hat gerade sein neuestes Buch zur “Ambidextrie” veröffentlicht. Und um genau diese “Beidhändigkeit” geht es auch in unserem Gespräch: Sie ermöglicht Unternehmen gleichzeitig Exploration und Exploitation – eine Voraussetzung, um auch morgen noch am Markt zu sein.
Warum posten Menschen auf Linkedin soviel Banales, Belangloses, Selbstbezogenes und sogar Meta-Selbstbezogenes? Geht es darum, den Algorithmus durch Regelmäßigkeit gnädig zu stimmen? Kommt man beim Posten irgendwann in einen suchtähnlichen Flow? Oder ist Social Media zum Corona-Abflusskanal geworden? Jeder Klick stimuliert das Belohnungssystem, jedes Like beflügelt die Postenden, jedes Teilen suggeriert Nähe und Gemeinschaft. Aktive Zeitverschwendung? Und wenn ja, wäre das so schlimm? Und mal ganz abgesehen davon: Sind Bananen wirklich leckerer als Äpfel? Hat Jan Josef Liefers uns etwas Wichtiges zu sagen? Diese und weitere spannenden Fragen diskutieren Ekkehard und Jens leidlich kontrovers in der aktuellen Folge von Digitacheles.
Jens und Ekkehard sind natürlich längst in der Cloud zuhause, getrieben von Leidensdruck und gelockt von Nutzenversprechen. Dem Wechsel der Welten sinnieren sie fast melancholisch nach: Schallplatte, CD, MP3, Spotify. Gigabytes voll digitaler Fotos. Und jetzt: Brave New Cloud World? Oder sind wir alle im Vendor Lock-in gefangen? Und überhaupt: Brauchen Daten in der Cloud wirklich ständig Strom? Wie ändern sich Konsumgewohnheiten und Geschäftsmodelle? Werden Big Data und künstliche Intelligenz den nächsten großen Wandel herbeiführen? Welche Geheimdienste und andere dunklen Mächte bedienen sich an unseren Datenpools?
Warum erinnert sich Ekkehard nach 35 Jahren noch an das Gel in den Haaren eines Geschäftsführers? Was macht eine gute Geschichte heute aus? Muss sie snackable sein? Stimmen die Archetypen noch, von denen so oft die Rede ist? Brauchen wir neue Narrative jenseits von Rosamunde Pilcher und rundgeschliffenem Unternehmenssprech? Und wie sollen sie aussehen?
“Ja, aber machen Sie schnell.” Von der Schokoladen-Hotline über den Internet-Provider bis hin zur Abo-Falle: Schlechter Service hat viele Gesichter und ist allgegenwärtig. Ist der Grund unsere Gier nach immer mehr Leistung für immer weniger Geld? Überhaupt: Was kostet eigentlich ein Service-Fall? Und versaut Amazon unsere Erwartungshaltung? Oder geht es am Ende um schlechte Führungskultur? Ekkehard macht in dieser Folge ein peinliches Bekenntnis, Jens trumpft auf mit fragwürdigen Life Hacks. Ein Muss für alle, die sich schon mal über schlechten Service geärgert haben. Also alle.
Wieviel Schwäche dürfen wir zeigen? Sind wirklich nur diejenigen interessant, die schneller, größer, weiter können? Und dürfen Frauen eher Schwächen eingestehen als Männer? Was passiert denn eigentlich, wenn wir es einfach mal zugeben? Und sollten wir das öffentlich machen oder doch lieber im vertrauten Kreis? Und überhaupt: Kann man schwach sein lernen? Jens und Ekkehard nähern sich einem Thema, das allgegenwärtig ist und doch nur selten benannt wird.
“Ich will das Wissen reisen lassen, nicht den Techniker.” Markus Große Böckmann ist Gründer und Geschäftsführer von Oculavis, einem vielfach ausgezeichneten Augmented-Reality-Startup. Wenn er so ganz nebenbei bemerkt: “An vielen Stellen glaube ich mehr an vernünftig gedrehte Videos als an AR”, klingt das wie ein Widerspruch. In Wahrheit aber ist genau das sein Erfolgsrezept: das Bodenständige. Komplexität rausnehmen statt Feature Fucking. Den Leuten zuschauen, wie sie sein Produkt verwenden. Ihre Probleme lösen statt Buzzwords beten.
Abgründe tun sich auf: Im 21. Jahrhundert lebt das Fax munter weiter – Jens und Ekkehard streiten sich über Sinn und Unsinn der analogen Technologie, singen gemeinsam mit virtuellen Schnauzbärtchen und erfinden ganz nebenbei die sicherste Social-Media-Kommunikation der Welt.
Jens und Ekkehard scrollen durch dutzende Akquise-Nachrichten auf ihren Sozialen Accounts. Vordergründig amüsiert mäandern die beiden durch viele Gefühlslagen, von zynisch bis berührt, von offenbarend bis nachdenklich. Am Ende werden die beiden überraschend versöhnlich.
Nils Reichardt ist Spiegel-Bestsellerautor – mit gerade mal 19 Jahren! Außerdem hat er die beliebte Schulplaner-App “Sharezone” entwickelt. Mit Jens und Ekkehard fantasiert der Senkrechtstarter über Schule im Jahr 2030: Dort wird projektorientiertes Lernen das althergebrachte Fächerdenken in Rente geschickt haben und Leistung endlich danach bewertet werden, was tatsächlich zählt. Wird es?
Mal ehrlich: Musst du dich auch erst aufs Fahrrad setzen, um deinem Smartphone eine Stunde lang zu entkommen? Dann herzlich willkommen im Klub. Jens und Ekkehard offenbaren ihre Hassliebe zu den schlanken Quälgeistern in ihren Hosentaschen und diagnostizieren sich Suchtverhalten. Für Licht am Ende des Tunnels sorgen gute Vorsätze und zwei Hacks.
Für viele von uns sind smarte Mitnehm-Telefone, klobige gechippte Uhren und manch andere elektronische Helferlein längst zu Fetischen geworden. Oder? Ekkehard und Jens streiten sich, ob tatsächlich der Nutzen der Devices im Vordergrund steht oder doch die Hassliebe zu den Handschmeichlern dominiert.
Für viele von uns sind smarte Mitnehm-Telefone, klobige gechippte Uhren und manch andere elektronische Helferlein längst zu Fetischen geworden. Oder? Ekkehard und Jens streiten sich, ob tatsächlich der Nutzen der Devices im Vordergrund steht oder doch die Hassliebe zu den Handschmeichlern dominiert.
Wie denkt eine mittelständische Geschäftsführerin über das Trendthema Künstliche Intelligenz? Wieviel technischer Hintergrund kommt an, wieviel ethische Grundlage und welche Erwartungen und Wünsche entstehen daraus? Vanessa Weber nimmt uns mit auf eine Reise nach Tel Aviv, erläutert ihr neuestes Startup und was ihr sonst noch wichtig ist als Unternehmerin.

Hand aufs Herz: Wie richtest du deine Küche ein? Alles vorgeplant und dann aufgebaut, oder machst du das in einzelnen Schritten? Und wie richtest du dein Leben ein? “Das Leben ist agil”, lernen wir im Gespräch mit Clemens Schäfer, Geschäftsführer der it factum GmbH. Und ganz tief reingeschaut in unser ach-so-professionelles IT-Treiben handeln wir nie hundertprozentig agil. Gründe dafür gibt’s zuhauf. Eine bitter ehrliche Folge von digitacheles.

Heute ist angeblich alles agil, nicht nur in der Software-Entwicklung. Der Begriff ist an etlichen Stellen zur Worthülse verkommen. Teil 1 unserer Mini-Serie klärt den Begriff, beschreibt die wichtigsten Zutaten zur Agilität und zeigt ihre Grenzen auf.

Zusammen mit dem trotzigen Millennial Dina Brandt erkunden Jens und Ekkehard den Suchtfaktor rund um Clubhouse: Neben sehr persönlichen Bekenntnissen purzelt da auch so ganz nebenbei der eine oder andere Hack raus, wie die heiligen Algorithmen der neuen Hype-App gnädig gestimmt werden können.

Klimakatastrophe, Müllberge, Konsumexzesse – immer mehr von den begehrten gut ausgebildeten Nachwuchskräften fordern sinnvolle und nachhaltige Projekte im Job. Unternehmen reagieren mit Ignoranz, Greenwashing oder echten Wandlungen. Jens und Ekkehard prüfen ihre eigenen Erfahrungen und streiten sich über Glaubwürdigkeit.

In Zukunft wird vieles von dem, an das wir bisher geglaubt haben, nicht nur einfach ein bisschen falsch, sondern es wird so falsch, dass das Gegenteil richtig ist!” Jochen Schwarzmann schwimmt seit 26 Jahren gegen den Mainstream von Wissenschaft und Wirtschaft an. Dabei sind seine Thesen verblüffend naheliegend: Infrastruktur muss Veränderung ermöglichen. Und dazu braucht es nicht Optimierung sondern Redundanz – wir sollten Prozesse als Individuen denken, die sich in Populationen weiterentwickeln. Großes Kino mit coolen Take-aways!

Manchmal fasst du dir an den Kopf, was für ein Zeug gepostet wird: Die Spanne reicht von Banalitäten über Pseudopsychologisches bis hin zu Peinlichkeiten. Wer sich positiv abheben will, braucht ein Gefühl für Rhythmus, muss die Harmonielehre beherrschen und darf seine Einsätze nicht verpatzen. Wie ein echter Rockstar bewegt sich Paul Lanzerstorfer durchs Netz. Wir haben ihn herausgefordert und viel dabei gelernt.


Amazon regiert die Welt, unsere Innenstädte veröden – und wir Konsumenten und Konsumentinnen? Sind längst süchtig geworden nach der Convenience des Online-Handels. Wie böse ist das? Gute Seiten, schlechte Seiten einer durch Corona beschleunigten Entwicklung.

Ein Shitstorm braut sich zusammen: Das Gefühl, da passiert grad was Großes. Es verpflichtet dich scheinbar zum Mitmachen. Das geht ganz schnell, fast beiläufig. Schaukelt sich hoch. Wird gewaltig, löst sich vom Anlass, wird zum Ventil für die Täter. Und erdrückt die Betroffenen. Jens und Ekkehard tasten sich vor in die Grauzone zwischen Zivilcourage und Niedertracht.

These: Frech sein hat seinen Preis. Noch ‘ne These: Wir dürfen viel frecher sein als wir uns trauen. Wann, wo und wie wollen wir das? Im Rückblick sind oft hübsche Anekdötchen entstanden. Aber wieviel Mut haben wir davor? Wie authentisch sind wir beim Frechsein? Was ist unsere innere Haltung, wenn wir frech sind?

Experten und Expertinnen versuchen zunehmend, sich auf Business-Plattformen wie Linkedin und XING als Persönlichkeiten zu positionieren. Viele bewegen sich dabei eher plump. Aber wie ehrlich willst du sein? Wieviel Sprachwitz erlaubst du dir? Ziehen Allerwelts-Weisheiten besser als deine eigenen Erkenntnisse? Ekkehard und Jens hadern mit Vereinfachung, Verwässerung und Oberflächlichkeit im digitalen Kosmos.

Life Hacks, Erkenntnisse und Allzumenschliches aus den Wohn- und Schlafstuben deutscher Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Jens und Ekkehard schütten ihre Schatzkistchen persönlicher Erlebnisse aus dem Home Office zusammen: Heraus kommt ein Häufchen aus peinlichen, anrührenden und philosophischen Augenblicken.

Jens und Ekkehard streiten sich über Sinn und Unsinn von Weihnachts-Aussendungen an Kunden: Sie arbeiten sich an zehn Argumenten ab und streuen krasse Storys aus dem richtigen Leben ein. Ein Diskurs wie eine Plätzchenschlacht.

Mit Allerweltssprüchen lockt ihr keine Talente hinter dem Ofen vor. Was ist der Kern eurer Arbeitgebermarke? These: Du weißt nicht, weshalb ihr besonders seid. Keine Frage, es gibt einen Grund. Aber, hey, es ist nicht das kostenlose Bio-Obst. Und auch nicht der Kicker im Keller. Der Zauber passiert woanders. Wie packst du das in einen Satz, oder besser: in ein Wort?

Warum sind eure Webseiten da draußen alle so langweilig? Jens und Ekkehard lästern über den aktuellen Stand im Web-Design – der ist nämlich erschreckend öde. Sieben Thesen, woran es krankt und wie sich das verbessern ließe.

Jens-Ekkehard

Das Intro zum Podcast basiert auf dem Track “Je ne peux pas le retenir” von Bluemillenium, Lizenziert unter Creative Commons http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ Original: http://ccmixter.org/files/Bluemillenium/62208